Stefan Meretz |
Der Kampf um die Warenform |
halboffen |
kritische_informatik |
Artikel in der Zeitschrift »krisis - Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft«, Nummer 31. Aus dem Editorial: »Stefan Meretz nähert sich mit dem gleichen Thema [Produktion und Nutzung von Universalgütern] aus einer aneignungstheoretischen Perspektive. In seinem Text Der Kampf um die Warenform zeigt er am Beispiel des Digital Restrictions Management (DRM), wie Software- und Medienkonzerne den Zugriff auf Universalgüter beschränken, um sie in knappe Bezahlgüter zu verwandeln. Doch auch durch die äußerliche Erzeugung von Knappheit, werden unstoffliche Universalgüter in privatisierter Form nicht zu Waren. Ihrem Inhalt nach sperren sie sich dagegen, denn sie sind keine isolierbaren Produkte, sondern haben den Charakter von Nutzungsrechten an einem bestimmten Teil des Wissensaggregats. Offensichtlich wird das daran, dass sich beispielsweise Software beliebig oft mit einem Minimum an Aufwand reproduzieren lässt, wenn sie einmal programmiert wurde. Der Arbeitsaufwand für die Herstellung einer Kopie tendiert gegen Null. Aufgrund dieser nahezu aufwandslosen Reproduzierbarkeit lassen sich Universalgüter aber auch leichter aus der Zwangsjacke der Warenform befreien. Deshalb verläuft hier eine wichtige Widerspruchslinie im Kampf um und gegen die Warenform, der sich auch als Kampf um die Aneignung des gesellschaftlichen Wissens beschreiben lässt.« |
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